2014 – Juli: Ein Jahr Aktionsgemeinschaft

und Halbzeit im Jubiläumsjahr „300 Jahre Rastatter Frieden“

AGRF_Roll-Up_Final_20131217… Am 21. Juli 2014 trafen sich, wie an jedem 3. Montag im Monat die Mitglieder der Aktionsgemeinschaft zu ihrem monatlichen Treffen. Auch diesmal wurden die letzten Aktivitäten analysiert und die kommenden besprochen bzw. entschieden. Diesmal lud Pfarrer Wenz Wacker im Anschluss zu einem Gläschen Wein, Bier und Knabbereien ein. Anlass war das einjährige Bestehen der Aktionsgemeinschaft, die sie nach drei vorbereitenden Treffen am 8. Juli 2013 bildete. Wir unternehmen etwas zusammen, sagen heute 25 Menschen als Privatperson oder als Vertreter einer Organisation. Weitere zehn Personen möchten über die praktische Arbeit laufend informiert werden.

Die Aktionsgemeinschaft zeigte sich zuerst auf dem Neujahrsempfang der Stadt Rastatt am 10. Januar 2014. Hier hatten alle Mitglieder die Möglichkeit ihre Aktivitäten zu zeigen. Zusätzliche Attraktion des Abends war die Aktion „Frieden ist bunt“. Mitglieder von Basis für Frieden baten Gäste am Friedensbild mit zu malen. An diesem Abend entstanden die ersten zwei Friedensbilder.

Ein Vortrag von Andreas Zumach zum Thema „Von Bosnien bis Syrien“ folgte am 26. Februar 2014 und lieferte einen kompetenten Blick hinter die Kulissen internationaler Friedensbemühungen und -verhandlungen. Er wurde von Istar Buscher und der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) organisiert.

Auf Initiative der Aktionsgemeinschaft entschied sich Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch nach einem Beschluss des Gemeinderates der internationalen „Mayors of Peace“ Organisation beizutreten und damit nach Baden-Baden der zweite Friedensbürgermeister in Mittelbaden zu werden. Ziel ist bis 2020 eine atomwaffenfreie Welt zu erreichen. Und das beginnt in der Region, d.h. in Mittelbaden soll es keine Atomwaffen geben und auf über bzw. durch Mittelbaden sollen keine Atomwaffen transportiert werden.

Mit einem Antrag für Wohnraum für Kontingentflüchtlinge begann die Diskussion, wie Flüchtlinge in Rastatt und Umgebung zukünftig unterstützt werden sollen. Als erstes Ergebnis werden im November Flüchtlingsbegleiter auf ihre sehr anspruchsvolle Tätigkeit vorbereitet. Die zukünftige hauptamtliche Koordination und Betreuung muss noch geklärt werden.

Mit dem Schweigekreis für den Frieden wurde von Pater Hubert Wurz erstmals am 8. März 2014 zwischen 11:00 und 12.00 Uhr auf dem Rastatter Wochenmarkt ein Zeichen für „unsere Betroffenheit über den Unfrieden“ gesetzt. An jedem zweiten Samstag im Monat wurde dies wiederholt und war eine Möglichkeit gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Auch bot sich immer wieder Möglichkeit zum Gespräch. Am 14. Juni 2014 fand gleichzeitig eine zweite Malaktion „Frieden ist bunt statt“, bei der wieder Mitglieder von Basis für Frieden Erwachsene und Kinder baten, ein Zeichen für den Frieden zu malen. Auch hier entstanden zwei Friedensbilder.

Am 15. Juni 2014 beteiligte sich die Aktionsgemeinschaft am Schlosserlebnistag. In einem von Thomas Richers zur Verfügung gestellten Zeltes gaben verschiedene Mitglieder Auskunft über die Aktionsgemeinschaft sowie die Aktivitäten der einzelnen Mitglieder. Am Nachmittag fand eine Lesung von Sabine Schöck statt, die eigene Texte vortrug.

Die Aktivitäten der zweiten Halbzeit des Jubiläumsjahres sind schon erkennbar. Es folgen bis Oktober die monatlichen Schweigekreise. Nach der Sommerpause findet am 21. September 2014 der Friedensgottesdienst statt. Im November folgen dann die zweitägige Ausbildung für Flüchtlingsbegleiter, der Friedensmarkt sowie ein Vortrag von Jürgen Grässlin über „Waffenproduktion und Waffenhandel“, der von Dr. Gerhard Müller organisiert wird. Vermutlich bildet das „Friedenslicht aus Bethlehem“ den Abschluss der Aktivitäten im Jubiläumsjahr 2014. Das Ziel, bürgerschaftliches Engagement für den Frieden anlässlich des Jubiläumsjahres zu bündeln erscheint damit in greifbarer Nähe.