2015

Die Aktionsgemeinschaft lud ein:

“Der Klang von Gilgamesch“

Wini Uhrig-Ali Jabor PR (Foto: Alexander Werner)

Im Rahmen der interkulturellen Woche las Wini Uhrig am Samstag, 26. September 2015, 20 Uhr, in der Johanneskirche, 76437 Rastatt, Franz-Philipp-Straße 17 aus dem 4000 Jahre alten Gilgamesch-Epos und Ali Jabor spielte dazu auf dem Oud.

Das Gilgamesch-Epos ist die älteste schriftlich fixierte Dichtung der Welt. Sie entstand vor über 4000 Jahren bei den Sumerern. Überliefert ist sie auf zwölf Tontafeln in sumerischer Keilschrift. Es berichtet von den Heldentaten Gilgameschs, des Königs der sumerischen Stadt Uruk und dessen Freund, dem wilden Enkidu. Schon hier finden wir die ewigen Themen Willkür, Macht, Natur, Liebe, Kampf und Tod. Und natürlich die Suche nach dem ewigen Leben. Siduri, die göttliche Wirtin, empfiehlt Gilgamesch „Oh Gilgamesch, das ewige Leben, das du suchst, das wirst du nicht finden. Die Götter haben zwar die Menschen erschaffen, dass sie ihnen dienen, aber das ewige Leben haben Sie in Ihrer eigenen Hand behalten. Gilgamesch, ich kann dir nur sagen, nutze jeden Tag und mach jeden Tag zum Fest mit den deinen. Das ewige Leben wirst du nicht finden und die Zeit auf Erden ist begrenzt.“

Wini Uhrig ist Sänger aus Stutensee und wirkt z.B. als Sänger beim Klezmerprojekt „a bisele masl“ mit. Er hat verschiedene Konzerte mit jiddischen Liedern, Texten und Klezmermusik entwickelt. Bei „RebetiKA“ singt er griechische Lieder. In einen anderen Programm präsentiert er Werke des schwedischen Liedermacher Carl Michael Bellmann.

Ali Jabor wurde im Irak geboren und hat dort Musik studiert und gelehrt. Nach Jahren der Gewalt und des Terrors ist er 2013 nach Deutschland gekommen. Die Verbundenheit mit der Kultur seines Heimatlandes und die Erfahrungen der Konflikte spiegeln sich in seiner Musik: Virtuos und eindrücklich spielt er den Oud, die schon seit dem 9. Jhd. im Orient bekannte Kurzhalslaute. Er, der im Irak durchaus schon ein Star war, ist inzwischen dabei, sich in der hiesigen Weltmusikszene einen Namen zu machen. Rüdiger Oppermann holte ihn in sein Team der Karlsruhe Global Players und half ihm sich in der hiesigen Weltmusikszene zu plazieren. Auch mit Peter Lehel, Roland Schaeffer, Rainer Granzin stand er schon auf der Bühne.


Schweigen und Schreiben für den Frieden!

Schweigekreis am Samstag, 12. September 2015 von 11:00 bis 12:00 Uhr auf dem Rastatter Marktplatz Kaiserstraße, vor dem alten Rathaus:

Mit Blick auf den Weltfriedenstag (21.9.) und den Flüchtlingstag (30.9.) waren diesmal insbesondere Flüchtlingsbegleiter aus Mittelbaden und die von ihnen betreuten Flüchtlinge willkommen in den Friedenskreis einzutreten.

Zusätzlich bat die Aktionsgemeinschaft um Unterschriften für faire Asylverfahren, die freie Wahl des Asylortes und – nach Anerkennung – die freie Wahl des Aufenthaltes innerhalb der Europäischen Union und damit keine Dublin-Abschiebungen mehr! Damit wurde die PRO ASYL Aktion www.wir-treten-ein.de unterstützt.

PS: Im Zentrum dieses gewaltfreien Mahnkreises brannte wieder ein Friedenslicht. Es erinnerte daran, dass Frieden als alltägliche Aufgabe für jeden Menschen immer wieder von neuem beginnt! Also auch im Augenblick des Schweigens! Der Kreis, als geometrische Form, hat keinen Anfang und kein Ende. Er hat ein Zentrum und eine umfassende Verbindung nach Außen (360 Grad). Der Kreis, als Symbol, steht für Ewigkeit, eine Beziehung zum Lebenskern und zur Umwelt. Nicht zuletzt ist er ein wichtiges Energie- und Gestaltungselement in den meisten Weltanschauungen und Religionen.


Schweigekreis am Samstag, 11. Juli 2015 von 11:00 bis 12:00 Uhr in der Rastatter Kaiserstraße vor dem alten Rathaus:

Diesmal brannte wieder ein Friedenslicht im Zentrum. Damit bildete sich ein gewaltfreier Mahnkreis. Er erinnert daran, dass Frieden als alltägliche Aufgabe für jeden Menschen immer wieder von neuem beginnt! Also auch im Augenblick des Schweigens!

Diesmal wurde auf die Mayors of Peace, die Bürgermeister für den Frieden hingewiesen. Auch Rastatt bzw. der Rastatter Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch ist Mayor of Peace und setzt sich für eine atomwaffenfreie Welt ein. Rastatt lässt also keine Atomwaffen auf seinem Stadtgebiet zu. Die Mayor of Peace Flagge ist ein Zeichen dafür.


Schweigekreis am Samstag, 9. Mai 2015

Anlässlich des Jahrestages des Weltkriegendes in 1945 wurden diesmal insbesondere Mitglieder aller Religionen und Weltanschauungen gebeten, in den „Friedenskreis“ einzutreten und schweigend zu „mahnen“. So waren dann auch Menschen verschiedener Religionen und Weltanschauungen im „Schweigekreis für den Frieden“ dabei.

Während bisher im Zentrum des Kreises Salzstücke an den Marktplatz im früheren Rastetten erinnerten, brannte diesmal ein Friedenslicht in der Mitte. So wurde dem Bedürfnis aller Menschen nach Frieden zusätzlich durch den Kerzenschein Ausdruck gegeben.

Die Symbolik und die Nähe zur Kirche waren diesmal wichtige Gesprächsinhalte. Für viele Menschen ist der Kreis ein vorwiegend christliches Symbol. Durch den Standort – Kreuzung neben der Kirche – wird und wurde dies noch weiter verstärkt! Auch der Initiator – Pater Hubert – verstärkte diesen Eindruck. Dass in den Presseberichten zum Teil der Hinweis „alle Weltanschauungen“ fehlte, wurde zusätzlich mehrfach bemängelt!

Es gilt nun, den Eindruck, dass es sich um eine katholische Kirchenveranstaltung handelt, nachhaltig zu korrigieren. Denn,

  • der Kreis, als geometrische Form, hat keinen Anfang und kein Ende. Er hat ein Zentrum und eine umfassende Verbindung nach Außen (360 Grad),
  • der Kreis, als Symbol, steht für Ewigkeit, eine Beziehung zum Lebenskern und zur Umwelt,
  • der Kreis ich nicht zuletzt ein wichtiges Energie- und Gestaltungselement in den meisten Weltanschauungen und Religionen.

Das „Schweigen für den Frieden“ mahnt an, dass wir respektvoll und wertschätzend den Frieden als zentralen Wert unserer Gesellschaft, als Grundrecht des Menschen darstellen. Für alle sichtbar sollen wir unsere Position einnehmen, unabhängig von der Blickrichtung, d.h. von Herkunft und Gesinnung, das gemeinsame Ziel ins Auge nehmen und zum Zentrum unseres Dasein erklären.


Basis-Workshop:
„Ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiter“

Am 24. Februar 2015 um 19:00 Uhr fand in der Carl-Friedrich-Straße 10, 76437 Rastatt eine Informationsveranstaltung „Ehrenamtliche Flüchtlingsbegleitung“ statt. Am 6. und 7. März fand der nächste Basis-Workshop „Ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiter“ .

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Vortrag von Andreas Zumach:
Ist der ‚Krieg gegen den Terror‘ gescheitert?

Mittwoch 11.03.2015, 19:30h, JohannesRastatt, Franz-Philipp-Str. 17, Großer Saal

AGRF_Zumach_Poster_2015  Zumach_Andreas_Foto_Stefan_Philipp  (Foto: Stefan Philipp)

Die Aktionsgemeinschaft Rastatter Frieden und die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) luden zum Vortrag “Ist der ‚Krieg gegen den Terror‘ gescheitert?” ein. Andreas Zumach sprach anhand ausgewählter Beispiele über Alternativen einer deutschen Außen- und Sicherheitspolitik aus friedenspolitischer Sicht.

Als freiberuflicher Journalist und UNO-Korrespondent in Genf beschäftigt sich Zumach seit 25 Jahren mit  Friedens- und Waffenstillstandsverhandlungen. Seine Berichte über die Kriege und Konflikte in Bosnien, Libyen, Syrien und dem Irak erschienen in Zeitungen und wurden von Rundfunk- und Fernsehanstalten verbreitet. Er gilt als profunder Kenner friedenspolitischer Themen, insbesondere der aktuellen politischen Situation im Nahen und Mittleren Osten. Zumach ist Träger des Göttinger Friedenspreises 2009. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Die DFG-VK  ist die älteste existierende deutsche Friedensorganisation. Ihre Gründung (1892) geht zurück auf die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner.
www.dfg-vk.de


Einladung zum „Schweigen und Schreiben“ für den Frieden

Nach dem Vorbild von Franziskanerpater Hubert Wurz lud die Aktionsgemeinschaft Rastatter Frieden am Samstag,  14. März 2015 nach Rastatt, in die Kaiserstraße vor St. Alexander ein. An diesem Termin beteiligte sich das Bündnis gegen Faschismus und Rassismus Rastatt/Murgtal.

Frei nach Kurt Tucholski’s Tagebuchzitat „Sprechen, Schreiben, Schweigen“ ging es an diesem Samstag auch um die Botschaft der „(Ober-)Bürgermeister des Friedens – Mayor of Peace“ in Baden-Baden und Rastatt. Alle Bürgerinnen und Bürger in Mittelbaden waren herzlich eingeladen mit ihrer Unterschrift ein „Zeichen“ für ein atomwaffenfreies Deutschland zu setzen und die folgende Botschaft zu unterschreiben. Angesichts des kalten Wetters waren nur wenige Menschen „schreibwillig“.

„Wir fordern die Bundesregierung zum Handeln auf:

+ Verhindern Sie die geplante Modernisierung der in Büchel stationierten Atomwaffen!
+ Beenden Sie die nukleare Teilhabe der Bundeswehr!
+ Setzen Sie sich für einen Abzug der in Büchel stationierten Atomwaffen ein, damit Deutschland atomwaffenfrei wird!
+ Setzen Sie damit ein bedeutsames Zeichen für die weltweite Abrüstung von Atomwaffen!
+ Machen Sie damit deutlich, dass Deutschland aus den Fehlern zweier Weltkriege gelernt hat und dazu bereit ist, in besonderer Weise Verantwortung für eine weltweite atomare Abrüstung zu übernehmen!“


Der Kreis schließt sich

Die Aktionsgemeinschaft war am 9. Januar 2015 beim Neujahrsempfang der Stadt Rastatt – in der Badener Halle – vertreten. Die in 2014 entstandenen Friedensbilder wurden präsentiert und drei davon fanden neue Besitzer/ -innen.

Friedensbild_Versteigerung (Foto: pr)

Mehr Informationen zur Aktion „Frieden ist bunt“ unseres Mitgliedes Basis für Frieden und wie Sie die „Flüchtlingsbegleiter Mittelbaden“ unterstützen können, finden Sie hier.